- Folge der Freude
Meine Blog Premiere finde ich extrem aufregend nachdem ich diese diffuse Idee schon so lange, lange mit mir herumschleppe. Sie ist aber oft im geschäftigen beruflichen Erzieherinalltag, sowie der Fülle an privaten Projekten, immer wieder tief unter die Oberfläche abgetaucht.
Dieses (äh, letztes) Jahr aber bin ich sehr spontan am 27. 12 in die Jahresrückblogchallenge von Judith Sympatexter eingestiegen. Eingestiegen ja, aber losgelegt habe ich erst im Neuen Jahr am 3. Januar.
Es war mir zumindest ein motivierendes Zeichen wie einfach ich durch den simplen Knopfdruck bei meinem webhoster in die wordpress Blogwelt einsteigen konnte. Fun fact – bereits seit 2020 habe ich diesen webhoster.
Damals hatte ich ein etwas suspektes online Business kurz gestartet, aber dann schnell gemerkt das es nicht mein Ding ist irgend etwas nach Schema F abzuarbeiten, hinter dem ich nicht stehe.
Den webhoster hatte ich behalten für eben diese wabbernde blog idee – better late than never und perfekt unperfekt.
Also los jetzt frei nach dem Motto von Judith – „blog like no one is reading“ einfach mal das Jahr Revue passieren lassen.

Meine Themen und Highlights in 2024
- Laufen lernen
Von Anbeginn hatte ich mich auf das neue Jahr gefreut. In meiner Vorstellung sollte es ein ganz besonderes Jahr werden. Ich, Jahrgang ’62 werde im Frühjahr tatsächlich 62 Jahre alt. Ich fand diese Doppelzahl weitaus ansprechender als den bereits zurückliegenden 60ten Geburtstag. Eine Form von Aufbruchstimmung machte sich bei mir breit.
Meine Begeisterung für das kommende Jahr erhielt einen kleinen Dämpfer noch vor bevor es startete. Am 22.12.23 ganz banal, beim Treppen absteigen, auf dem Weg zur U Bahn am Alexanderplatz in Berlin – Autsch, ein plötzlich stechender Schmerz im rechten Fuß. Oh eine Zehrung, wie doof, denk ich und setze meinen Weg fort. Mit einem Schlenker an der örtlichen Apotheke vorbei, für eine schnelle Erste Hilfe Massnahmen, humple ich geschwind noch zu meiner Essensverabredung.
Abends falle ich ins Bett nicht ohne einen Eisverband am Fuß(unangenehm) und homeopathische Arnikakügelchen geschluckt zu haben, die bei üblen Zehrungen schon in der Vergangenheit bei mir Wunder gewirkt haben.
Leider funktioniert die Selbstmedikation diesmal so gar nicht. Ich schleppe mich schmerzverzehrt die paar Meter die Strasse runter zu unseren Allgemeinmedizinern in der Dorfpraxis. Hier lautet die Diagnose es sei vermutlich eine Fraktur. Unsinn schreit meine innere Stimme, so was geschieht doch nicht durch blosses auftreten!
Jedenfalls werde ich sofort weiter verwiesen an die nächste Orthopädie Praxis mit einem Röntgengerät. Erst als ich mein Röntgenbild vor mir sehe kann ich die Tatsache nicht mehr leugnen. Es ist ein Bruch des Mittelfusses, der Knochen ganz aussen. Mit dem sagenhaften Vacoped, meinem Begleiter für die nächsten 6 Wochen, kann ich weiterhin auf eigenen Füssen die Praxis verlassen.

Auszeit sozusagen – aber unfreiwillig – alle Emotionen und die Gedankenkaruselle der nächsten Wochen würden mindestens einen weiteren Artikel füllen. Ein großer Angstschleier mit vielen offenen Fragen umhüllt mich. Muss ich operiert werden, ist das jetzt Ostheoporose und werde ich jemals wieder sorgenfrei einer meiner absoluten Lieblingsbeschäftigungen nachgehen können – einfach nur GEHEN…
Niemand hat mich darauf vorbereitet dass ich ohne den Plastikfuss erstmal wieder laufen lernen musste. Es waren haarsträubende Wochen der Rekonvalezenz, die mich zwangen geduldig mit mir zu sein.
Ständig war mir zum heulen. Erst neuerdings habe ich gelernt das Tränen auch Cortisol abbauen, also Stress reduzierend wirken. Das versöhnt mich etwas mit ihnen im Nachgang.
Wir können uns als Erwachsene und vor allem ich als Vielläuferin, so gar nicht vorstellen was es auf einmal bedeutet wenn du bei jedem Schritt dein Hirn einschalten musst um nicht über die eigenen Füsse zu fallen. Jetzt in diesem Moment des zurück denkens, spüre ich sie wieder ganz intensiv, meine damalige Verzweifelung.
Ich springe hier direkt zum glücklichen Ende der Fußgeschichte. Als ich schon wieder einige Wochen zurück bei meiner geliebten Arbeit war, aber weiterhin stark eingeschränkt in meinem Bewegungsflow, habe ich eine Entscheidung getroffen.
Diesen besonderen Geburtstag Anfang April wollte ich alleine am Usedomerstrand zu zelebrieren. Vor allem sollte es mir die Möglichkeit geben in anderer Umgebung, inspiriert und völlig losgelöst von häuslichen Alltagsgewohnheiten, einige „kniffelige“ Aufgaben anzugehen in Bezug auf meine nebenberufliche Selbstständigkeit.
Es kommt anders als geplant – so geht Leben, oder?

Tatsächlich ist es durchgehend strahlend schönes Wanderwetter und da ich bereits bei meinem ersten Spaziergang, barfuß im Sand, merke wie gut diese Bewegung meinem noch ledierten Fuß tut , höre ich einfach nicht damit auf – mein Schrittzähler hatte noch nie so viel Arbeit :-).
Ich laufe so unglaublich viel barfuß im Sand, weil ich endlich, endlich nicht mehr über meine Füsse stoplere und auch überhaupt keine Schmerzen mehr spüre.

Danke Usedomerstrand – ich fühle mich wie neu geboren und bin auf ewig dankbar für diese Lektion.
Allerdings blieb total auf der Strecke was ich für meine Selbstständigkeit tun wollte…first things first…
- Selbst und ständig
In dieser „Auszeit“ hab ich wieder die Fäden aufgenommen nach einer selbstständigen Tätigkeit irgendwo und irgendwas online zu suchen. Ganz grob soll es eine Perspektive bieten über mein Berufsleben hinaus und auch die schmale Rente aufhübschen.
Nach einiger Recherche habe ich mich letzendlich für einen „social media manager“ Kurs entschieden. So habe ich dann in den 4 Wochen, die ich da noch zuhause war, neben dem täglichen Bewegungsprogramm im Sitzen, sowie weiteren multiplen selbstfürsorgenden Maßnahmen, mich konsequent weitergebildet.
Als spät Eingestiegene in den Kurs gestaltete sich die gesamte Thematik allerdings doch etwas komplexer und umfangreicher als erhofft. Auch wenn ich vieles interessant fand, schienen meine Aufnahmekapazitäten begrenzt und mein Lerntempo war das einer Schnecke. Vor allem als die begleitete Lernphase überging in Eigenregie, fühlte ich mich zunehmend überfordert.
Allerdings habe ich gelernt social media mit anderen Augen zu betrachten. Es gibt so eine ausufernde Bandbreite an interessanten Projekten mit Tiefgang und nicht nur die glitzernde oberflächliche, always smiling Welt.
- Achtsamkeit im Alltag
Ich meditiere inzwischen täglich seit einigen Jahren. Mir hat es wahnsinnig geholfen mit meinem Tinnitus ein freundschaftliches Verhältnis zu entwickeln. Es ist auch eine große Unterstützung daß die Stimmen in meinem Kopf viel mehr an einem Strang ziehen. Mein inneres Team hat durch diese Unterstützung zu mehr Harmonie gefunden.
Im Februar, also in der herausfordenden Phase in Bezug auf meine Mobilität, hat eine gute Freundin mir ein wunderbares Angebot gemacht. Ich hatte die Gelegenheit an ihrem MBSR Kurs teilzunehmen – mind based stress reduction – zu deutsch: Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion. Für mich war es der perfekte Zeitpunkt zum intensiveren Einstieg in diese Form der Selbstfürsorge.
So ein wohltuendes Programm erweckte neue Lebensperspektiven in mir und es gelang mir das „step by step“ was ich allen immer predige, auch wieder besser in meiner eigenen Situation anzuwenden.
Jetzt am Jahresende kann ich von Herzen sagen, diese Erfahrung ist ein Booster für meine Meditationspraxis. Es wird mir ein Bedürfnis sein mich an anderer Stelle ausgiebiger zu dieser wieder erdenden Erfahrung mitzuteilen.

- Kreativität
Ich hole hier etwas aus. Vielleicht kennt ihr das Rauhnachtsritual mit den 13.Wünschen. Rauhnächte sind die Zeit „zwischen den Jahren“ bestehend aus den 12 Nächten zwischen Weihnachten und dem fünften Januar. Für mich ist das schon seit einigen Jahren eine willkommende Zeit für Rückzug und Kontemplation über vergangenes und über künftiges. Ein Loslassen und ein neu Ausrichten.
In der Vorbereitung schreibe ich meine 13 Wünsche auf Zettel, die ich hübsch zusammenfalte. Der Clue dieser 13 Wünsche ist, dass in jeder der 12 Nächte ein Wunsch verbrannt wird und somit quasi dem Universum übergeben wird. Der eine Wunsch der übrigbleibt, für den bin ganz allein ich selber zuständig und darf ihn mir selber erfüllen.
Im vergangenen Jahr war dieser letzte Wunsch wieder mehr Kreativität in mein Leben zu holen. Ich würde sagen damit hatte und habe ich Erfolg auf der ganzen Linie. Für mich ist kreativer Ausdruck vielfältig. Tanz, Gartenleben, kreatives Schreiben, Malen und Musik selber machen; was immer das Herz erfreut.
Ich habe in diesem Jahr, zu Beginn zumindest, wieder mehr Zeit meiner Ukulele gewidmet, definitiv bin ich ab Mitte April viel mehr duch die Wohnung getanzt und war sogar ein ganzes Wochenende mit Freunden auf einem Festival.
Ich habe Mandalas in der Natur gelegt und auch wieder Steine bemalt. Last but not least ich habe mit Erfolg einen Basiskurs in der Neurographik besucht. Lange schon wollte ich rausfinden was diese seltsamen bunten Zeichnungen zu bedeuten haben.
Vor kurzem habe ich zur Kreativität etwas wesentliches gelesen. Wenn das Gedankenkarusell überhand nimmt und droht einen einzusaugen, dann unterstützt dich irgendeine kreative Tätigkeit auch wieder dabei den Weg aus dieser negativ Spirale zu finden.
Die Erklärung ist recht simpel, es sind hier unterschiedliche Gehirnhälften zuständig. Durch den Wechsel kommt wieder Licht und Klarheit in die Verwirrung.



- Weitere schöne und besondere Momente in 2024



Mein 2024-Fazit
- Was war die beste Entscheidung, die ich 2024 getroffen habe?
Definitiv den Neurographik Basiskurs zu machen, da ich hier persönliche Weiterentwicklung und Kreativität koppeln kann.
- Was habe ich 2024 über mich selbst gelernt?
Wieder jederzeit in die Ruhe zu finden durch die Hilfe der „skills und tools“ aus dem Achtsamkeitskurs.
Erste Male: Das habe ich 2024 zum ersten Mal erlebt/gemacht.
- Alleine Geburtstag gefeiert
- Auf der griechischen Insel Antikythera zwei Freundinnen wieder getroffen mit denen ich in den 70gern! (unfassbar) in Yorkshire, England in einem Internat war
- Genf besucht und dort auf einer traditionellen eritreischen Hochzeit getanzt
- Einen Rentenantrag für eine Freundin gestellt
- Art Journaling für mich entdeckt
- Exogene Ketone kennen gelernt

- Wofür bin ich 2024 besonders dankbar?
Die Erfahrung mit meinem Fuß hat mich intensiv schätzen gelernt wie wertvoll Gesundheit ist. Welches Glück das mein Fuß wieder alles kann.
Ich bin dankbar für die neuen Methoden die ich kennen lernen durfte, die meine innere Kritikerin besänftigen und mir mehr Selbstliebe in mein Leben bringen.
Qualitytime mit Freunden und Familie
- Was waren meine größten Herausforderungen in 2024?
Menschen gehen zu lassen, die mir nicht gut tun
- Was ist 2024 richtig gut gelaufen?

Mein Hauptjob ist ein Ort der Wertschätzung mit vielen Erfahrungen die mich bereichern, die mein Herz erfreuen und wo ich nahezu täglich immer noch dazu lerne.
Was lasse ich im Jahr 2024 zurück und nehme es nicht mit in 2025?
Das Gefühl von Überforderung! Ich gehe Schritt für Schritt in meinem eigenenTempo. Hauptsache ich bleibe in Bewegung!
Mein Ausblick auf 2025
Was ich 2025 anders (besser) mache:
- Ich bleibe am Ball was die Entwicklung meiner Selbstständigkeit angeht.
Meine Ziele für 2025
- Verbessertes Zeitmanagement durch klare Struktur Mir ist wichtig alle Aspekte eines erfüllenden Lebens zu berücksichtigen. Ich habe hier auch schon sehr vorgearbeitet, da ich meine Fallen sehr gut kenne.
- Klare Intention für meine Selbstständigkeit
- Viel Raum für Kreativität und weitere Energiebooster
- Mit Freude durch das Gartenjahr
- Bloggen und Posten mit Regelmäßigkeit
- Ganz viel Lachen
- Der Jahresrückblog 2025 wird definitiv mit mehr Zeit angegangen. Zwar freu ich mich sehr darüber so kurzfristig hier eingestiegen zu sein, allerdings wäre es noch befriedigender mit mehr Ahnung von der Blogosphäre. Die werde ich jetzt sammeln!
- Mein Motto für 2025 heißt:
- Energie folgt der Aufmerksamkeit Worauf möchte ich meinen Fokus legen, in jedem Moment? Folge der Freude!
Mail: elemente@gmx.net
Fon: 049 1515 6034308
